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Nachdem bereits vor einigen Wochen vermehrt Berichte auftauchten, denen zu Folge einige von Apples beliebten Smartphones plötzlich und völlig unerwartet explodieren, hatte sich auch die EU-Kommissarin für Verbraucherschutz eingeschaltet und restlose Aufklärung der Vorfälle gefordert. Auffällig bei den verschiedenen Vorfällen ist, dass sich diese weder auf eine bestimmte Region noch auch einen einzigen Vorfall beschränken lassen. So kam es sowohl in Deutschland als auch in Frankreich und England zu splitternden Displays, welche in einigen Fällen sogar zu Verletzungen der Benutzer der Geräte führten.
In England erlitt ein Mädchen Verbrennungen, als ihr iPhone unerwartet heiß wurde und in Brand geriet. In Frankreich hingegen zersplitterte das Display eines iPhones, ohne dass sein Besitzer es berührte. Da das Handy vor ihm auf dem Tisch lag verletzte ihn ein wegfliegender Splitter am Auge. Er selbst erzählte gegenüber der französischen Zeitung „La Provence“, dass das Gerät zuerst krachende und knackende Geräusche machte, und dann in tausend Teile zersprang. Auch Berichte, denen zu Folge der Akku der neuesten iPhones zu starken Überhitzungen neige, waren in den vergangenen Wochen mehrfach in der Presse zu lesen. Dies soll nach Angaben einzelner iPhone-Nutzer sogar so weit gegangen sein, dass sie ihre Handys zum telefonieren nicht mehr ans Ohr halten konnten, ohne sich Verbrennungen zuzuziehen. Vor allem diejenigen, die ein weises Modell nutzten stellten hieran zudem Verfärbungen des Akkudeckels fest. Apple versprach auf Grund der Berichte, die Ursache für den Fehler umgehend aufzuklären, konnte jedoch auch nach verschiedenen Tests nicht mit greifbaren Ergebnissen dienen.
Im August teilte der Hersteller mit, dass es sich bei den fehlerhaften iPhone 3 GS um Einzelfälle handle, die sehr bedauerlich seien. Zudem wies Apple darauf hin, dass die gesplitterten Displays aller untersuchten Handys auf äußere Einflüsse und unsachgemäßen Gebrauch zurück zu führen seien. Hier sei vor dem Splittern der Bildschirme erheblicher Druck auf deren Gehäuse ausgeübt worden. Bereits kurz nachdem Apple diese Stellungnahme abgegeben hatte, wurden in unterschiedlichen Internetforen stimmen laut, die an den Aussagen des Herstellers erhebliche Zweifel äußerten. Und auch die EU-Kommissarin war durch diese Aussage nicht zufrieden gestellt. Sie ordnete deshalb eine Untersuchung an, die in unabhängigen französischen Laboren durchgeführt wird. Sobald die Ergebnisse vorliegen, will sie über das weitere Vorgehen entscheiden. Hierbei liegt es nach ihren Angaben gegenüber der französischen Presseagentur AFP durchaus auch im Rahmen des Möglichen, dass sie den Rückruf der Geräte fordern und diese mit einem Verkaufsstopp belegen werde, sollte sich herausstellen, dass Apples iPhones tatsächlich gefährlich sind.